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Im Bann des ÄTNA Wer an Sizilien denkt, der kommt am Koloss der Insel nicht vorbei: der Ätna ist allgegenwärtig. Schon beim Landeanflug nach Catania geht meist ein Raunen durch die Sitzreihen. Der Blick in den Rachen des Feuer speienden Riesen offenbart, welch explosive Kräfte im Inneren herrschen müssen. Das ganze Ausmaß dieses Bergmassivs wird aus der Vogelperspektive deutlich: Der Durchmesser beträgt bis zu 42 Kilometer, etwa 200 Kilometer muss zurückgelegt werden, wer einmal um den Ätna herumfahren will. Von Null auf 3.300 Meter sind es gerade mal 20 Kilometer - sprich: die direkte Linie vom höchsten Kraterpunkt mit hochalpinem Klima bis zu den subtropischen Temperaturen am Strand von Giarre. So ernten in den Frühjahrsmonaten März und April die Bauern am Fuße des Ätnas Orangen oder Zitronen, während am Ätna oben die Skipisten noch hervorragenden Wintersport erlauben. Der Berg der Berge bricht alle Superlative und ist der größte aktive Vulkan Europas. Seit Jahrunderten ist er tätig und hält die im Umkreis wohnende Bevölkerung in Atem. Sein erster historisch belegter Ausbruch fand vor fast 3.500 Jahren statt. Seither sind fast 200 größere Aktivitäten registriert worden, die jedoch meist glimpflich abgingen. Daher wurde der Ätna meist als "gutartiger" Vulkan bezeichnet. Die Mess-Stationen am Ätna zur Erforschung des Berges erlauben in der Regel hervorragende Vorhersagen. Neben den Vulkanen auf Hawaii und dem Mount St. Helena ist er der am besten erforschte Feuerspeier der Welt. Doch all zu sicher, dürfen sich auch die Vulkanologen trotz neuester Technik am Ätna nicht fühlen. Besonders typisch für den süditalienischen Vulkan sind Flankenausbrüche, bei denen weit unterhalb der vier Gipfelkrater, neue Nebenkrater entstehen oder sich Spalten öffnen, aus denen große Mengen an Lava ausströmen. Diese Lavaströme sind teilweise unkontrollierbar und machen den Vulkan so gefährlich. Noch vor 100 Jahen gab es nur einen Zentralkrater, aus dem 1911 eine Flanke wegbrach, aus der dann wiederum der Nordostkrater entstand. 1964 verschwand der bisherige Zentralkrater unter gewaltigen Ausbrüchen und machte zwei neuen Kratern Platz: der Bocca Nuova und dem Voragine. Zuletzt bildete sich 1971 der Südostkrater. Die normale Aktivität am Ätna beschränkt sich auf die vier Gipfelkrater, aus denen bei schwacher Entgasung lediglich Wasserdampf und vulkanische Gase austreten. Bei explosiver Entgasung ereignen sich im Abstand von wenigen Minuten kleine Explosionen, verursacht von Gasblasen, die in der Magmasäule aufsteigen. Im oberflächennahen Bereich des Schlots platzen diese dann und glühende Lavafetzen werden Hunderte von Metern emporgeschleudert. Spektakulär war der Ausbruch von 1669. Am 8 März bebte die Erde bei Nicolosi, drei Tage später öffnete sich eine mehrere km lange radiale Spalte, Auswurf von Schlacken, Aschen, Bomben. Fünf weitere tätige Krater bildeten sich auf derselben Spalte. Große Mengen Lava ergossen sich aus dem unteren Teil der Spalte. Nach 20 Stunden war die Stadt Malpasso zerstört. Am 12 März öffneten sich 7 weitere Krater, die sich dann zu einem vereinten, eine heftige explosive Tätigkeit setzte ein. Die größten Parasitärkegel des Ätnas, die 250 Meter hohen Monte Rossi, entstanden. Weiterhin floss Lava an der Basis im Süden aus, die am 15 April Catania erreichte. Der Lavastrom umfloss die Stadt und erreichte am 23 April das Meer, in das er 1,5 km weit vordrang. Am 30 April brach die Stadtmauer von Catania und die Schmelze drang in den Westteil der Stadt vor. Am 25 Mai stürzte unter zahlreichen Beben der Gipfel des Ätna ein. Der Ausbruch endete im Juni 1669. Das Gesammtvolumen der damals geförderten Lava wird auf 1,5 Milliarden Kubikmeter geschätzt. Auch in den letzten Jahren ereigneten sich immer wieder in regelmäßigen Abständen Ausbrüche am Ätna: so 2001, 2002, 2003, 2004, 2006 und auch 2007 bereits wieder. Der Ätna blieb und bleibt als aktivster Vulkan Europas im Gespräch. Faszination Ätna Ohne Zweifel - dieser Vulkan hat etwas, fasziniert. Dieses Erlebnis, dem Vulkan ganz nahe zu sein, elektrisiert. Deshalb ist es ein Muss für jeden Sizilien-Urlauber, einmal am Ätna gewesen zu sein. Speziell für unsere Gäste haben wir 2 Erlebnistouren parat: 1. Ätna-Radtour 2. Ätna- Kraterwanderung Donnerstag ist bei uns Ätna-Tag, d.h. wir organisieren seit 8 Jahren die Touren am Ätna. Doch diese Touren am Ätna müssen wohl geplant sein, denn die Wetterverhältnisse sind teilweise so stabil wie Wackelpudding. Plötzliche Wetterstürze sind zu allen Jahreszeiten möglich, im März und April kann noch viel Schnee liegen. Ätna-Radtour Die Faszination des Ätnas macht auch vor uns Radsportlern nicht halt. Die Ätna-Radtour ist deshalb ein ganz besonderes Highlight im Rahmen unserer Radsportferien. Wo sonst haben Radsportler die Möglichkeit, mit dem Rad auf und um einen aktiven Vulkan zu radeln? Einmal in der Woche bieten wir zwei verschiedene Radtouren am Ätna an. Dazu organisieren wir einen Bustransfer, der uns vom Hotel zum Ausgangspunkt der Radtouren in Nicolosi bringt: TOUR ÄTNA SPEZIAL Ausgangspunkt: Nicolosi (900m) Streckenlänge: 135 km Höhenmeter: 2.700 Hm Tourbeschreibung: Superschwere Königsetappe - Umrundung des Ätna.
Etwas außerhalb von Nicolosi gelegen ist unser Startpunkt für diese spektakuläre Radtour am Ätna. Wir befinden uns gleich auf der Höhenstraße, der sogenannten Ätna-Südroute. Von hier beginnt der 17 km lange, moderate Anstieg durch die schwarzen Lavafelder hinauf zur 1.900 Meter hoch gelegenen Mittelstation Refugio Sapienza, dem höchst gelegenen per Straße erreichbaren Punkt am Ätna. Nach einer kurzen Pause am Verpflegungsbus geht es rasant die 17 km lange, serpentinenreiche Abfahrt hinunter nach Zafferana. Nach einem kurzen Flachstück steht der nächste Anstieg bei Milo über 6 km auf dem Programm. Erholung bringt dann die kurvenreiche Abfahrt hinunter nach Linguaglossa. Durch Lavafelder, üppige Vegatation zieht sich das kaum befahrene Sträßchen - ein Hochgenuß. Von Linguaglossa fahren wir nun auf der Nordseite des Ätna nach Randazzo. Ständiges Auf und Ab lassen kaum Ruhephasen zu. Meist gepaart mit böigem Gegenwind. Von Randazzo führt die Tour über Bronte nach Adrano. Auch die Westseite des Ätnas lässt uns nicht zur Ruhe kommen. Giftige Ansteige, schnelle Abfahrten prägen das Profil. Ab Adrano wird es dann etwas gemütlicher. Die breite Straße in Richtung Nicolosi bringt Linderung für die beanspruchte Muskulatur. Doch ab der Ausfahrt nach Ragalna ist es vorbei mit der Gemütlichkeit. Mit 125 km in den Beinen geht es nun 8 km lang stetig bergan. Eine echte Herausforderung! In Nicolosi angekommen geht es dann nochmals die letzten 2 km nach oben bis zum Ausgangspunkt der Radtour. Fazit: Diese Tour ist nur für Radsportler geeignet, die bereits in den Monaten März und April hervorragend trainiert sind. Ansonsten Finger weg von dieser Königsetappe! TOUR ÄTNA CLASSIC
Ausgangspunkt: Nicolosi (900m) Streckenlänge: 52 km Höhenmeter: 1.500 Hm Tourbeschreibung: Schwere Tour zum Dach Siziliens. Etwas außerhalb von Nicolosi gelegen ist unser Startpunkt für diese Klassiker am Ätna. Wir befinden uns gleich auf der Höhenstraße, der sogenannten Ätna-Südroute. Von hier beginnt der 17 km lange, moderate Anstieg durch die schwarzen Lavafelder hinauf zur 1.900 Meter hoch gelegenen Mittelstation Refugio Sapienza, dem höchst gelgenen per Straße erreichbaren Punkt am Ätna. Nach einer kurzen Pause am Verpflegungsbus geht es rasant die 17 km lange, serpentinenreiche Abfahrt hinunter nach Zafferana. Weiter geht es kupiert auf gut ausgebauten Straßen über Malpasso und Fleri nach Monterossa. An einer etwas schwer einsehbaren Kreuzung biegen wir rechts weg und fahren in Richtung Trecastagni. Von hier ab müssen wir uns durch die engen Orte am Fuße des Ätnas kämpfen - leider auch mit vermehrtem Verkehr. Über Pedara gelangen wir nach Nicolosi, wo es die die letzten 2 km nach oben bis zum Ausgangspunkt der Radtour geht. Fazit: Diese Radtour ist gut machbar, vor allem weil ausreichend Zeit vorhanden ist. Ätna-Kraterwanderung Erleben Sie den aktivsten Vulkan Europas hautnah. Die Ätna-Kraterwanderung vermittelt einen unbeschreiblichen Eindruck dieses Feuerberges. Atemberaubende Ausblicke lassen diese Tour zu einem intensiven Natur- und Wndererlebnis werden. Ausgangspunkt: Mittelstation Refugio Sapienza (1.900m) Dauer: 3 - 4 Stunden Höhenmeter: ca. 300 - 400 Hm (je nach Routenwahl) Tourbeschreibung: Direkt ab der Mittelstation startet unsere Wanderung hinauf zu den Kratern des Ätna. Durch die Lavafelder (je nach Jahreszeit auch schneebedeckt) gelangen wir hinauf zum Krater der Lava-Ausbrüche 2001. Durch einen Schräggang gelangen wir an die Felskante zum riesigen Valle del Bove (zu deutsch: Ochsental). In diesem gigantischen Tal weideten einst Kühe und Ochsen. Mittlerweile dient es als riesiges Auffangbecken für die abfließende Lava. Gerade die letzten Ausbrüche im September 2007 flossen vollständig ins Valle del Bove. Von diesem Standort hat man je nach Wettersicht einen fantastischen Blick auf den beiden Gipfelkrater, den Südostekrater und die Voragine. Nun beginnt der Abstieg durch die Lavafelder, teilweise durch 20 cm hohen Lavastaub. Immer wieder faszinieren die Panoramablicke hinunter zum Meer und bis nach Catania. Ausrüstung: Die Kraterwanderung am Ätna führt durch hochalpines Gelände und ist nur bei besten Wetterbedingungen machbar. Außerdem natürlich anhängig von der aktuellen vulkanischen Aktivität am Ätna. Trotzdem ist eine angemessene Ausrüstung unentbehrlich. In den Frühjahrsmonaten ist am Ätna mit Schnee zu rechnen. Die Temperaturen können unter dem Gefrierpunkt liegen. Deshalb ist folgende Ausrüstung als Schutz gegen Kälte und Wind zwingend erforderlich: mindestens knöchelhohe Wanderschuhe mit Profil (können in begrenzter Anzahl ausgeliehen werden), besser sind Bergschuhe, Windjacke, dicker Pullover, Handschuhe, Mütze, Tuch oder Schal sowie Sonnenbrille. Schwierigkeitsgrad: Die Wanderung ist bei guter Kondition und Trittsicherheit gut zu bewältigen. Bergsteigerische Fähigkeiten und Erfahrungen sind nicht notwendig. Bei Höhenangst raten wir von der Wanderung ab. Tourguide: Unsere Begleiter sind ausgebildete Vulkanführer. Es sind auf Vulkane spezialisierte Bergführer und werden im italienischen "Guida Vulcanologica" genannt. Es ist ein geschützter Ausbildungsberuf, der nach den Normen des Nationalkollegiums der italienischen Bergführer durchgeführt werden. Die Vulkanführer sprechen deutsch oder englisch. Änderung der Touren sind jederzeit möglich und vorbehalten. Eine Vorreservierung der Ätna-Radtouren und Ätna-Kraterwanderung ist nicht notwendig. Wir informieren unsere Gäste in einem Vortrag zum Ätna nochmals zu allen Einzelheiten. Die Anmeldung zu den Touren erfolgt dann direkt vor Ort in Sizilien.
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